Portfolio Atelier4Art

Photo Münsingen 2014 – Arbeit – 5. Rang

Photo Münsingen 2013 – Streetlife – 6. Rang

Photo Münsingen 2012 – Schweiz "Heimwehschweizer" – 20. Rang

Eidgenossenschaft, Heimat, Alpenrepublik – ein Land mit vielen wohlbekannten Orten, Sehenswürdigkeiten und somit unzähligen Fotosujets. Wir aber stellten die Frage ins Zentrum, was Einheimische und Touristen mit dem Wort „Schweiz“ ausserdem verbinden. Eine von uns mit über einhundert Passanten durchgeführte Umfrage in der Stadt Bern ergab, dass nebst Nennungen von Eigenschaften und berühmten Landschaftsbildern sehr oft bekannte Produkte genannt wurden, welche offensichtlich ein grosses Identifikationspotenzial haben. Die Befragten konnten in der Folge aus einer Liste von 25 Produkten fünf auswählen, welche für sie die Schweiz am besten repräsentieren.

 

Die fünf fotografisch festgehaltenen „Heimwehschweizer“ sind allesamt hochqualitative und bekannte Produkte, welche zum Teil nach wie vor in der Schweiz produziert werden – und bei unserer Recherche am häufigsten genannt wurden. Die Herstellerfirmen aber wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten allesamt von ausländischen Firmen und Investoren übernommen. Trotzdem werden diese Produkte, wenn auch teilweise wehmütig, immer noch stark mit der Schweiz verbunden.

 

Mit unseren Bildern wollen wir dem Thema „Schweiz“ auf eine unkonventionelle Art begegnen und gleichzeitig unserem künstlerischen Anspruch an Qualität und Aussagekraft gerecht werden. Wir versuchten die oft spürbare Wehmut der Passanten festzuhalten, aber auch den Stolz auf diese Produkte zu zeigen.

Photo Münsingen 2011 – Stille "Exitus" – 1. Rang

Haben Sie schon einmal die Stille in einer Spital-Pathologie erlebt? So schön und beruhigend die Stille sein kann in der Natur, in der trauten Zweisamkeit oder spirituellen Geborgenheit, so bedrückend und fremd ist sie unter dem Gesichtspunkt von Sterben und Tod. 

 

Wir wollten dem Thema „Stille“ auf eine etwas andere Art begegnen und gleichzeitig unserem künstlerischen Anspruch in Qualität und Aussagekraft gerecht werden. 

 

Mit Vorstellungen einer Pathologie geprägt von kalten Farben und Licht, von Chromstahl und weissen Kacheln, von der Leere und Einsamkeit haben wir bei Spitälern im Kanton Bern angeklopft und um Fotoerlaubnis gebeten. 

 

Unsere Bilder sind nicht voyeuristisch oder pietätlos, bewahren den Respekt vor dem Individuum.
Sie sind aber provokativ und zeigen die unheimliche Stille und Atmosphäre dieser Räume, die für die Öffentlichkeit so fern und unzugänglich sind.


Das STS Spital Thun hat uns in diesem Projekt mit offenen Armen empfangen, uns herzlich und grosszügig unterstützt und damit die Grundlage gegeben, unsere Vision bildgewaltig umzusetzen. Danke!

Photo Münsingen 2010 – Faszination "Klangbild" – 4. Rang

Faszination "Flügel"

Diese horizontale Bauform eines Klaviers birgt eine Fülle an Details, die sich lohnen in Nahaufnahmen festzuhalten. Die Handwerkskunst zeigt sich z.B. in der geschwungenen Form, der Klaviatur, der Spielmechanik oder den gespannten Saiten. Der Gründer und Tischler Johann Andreas Gottfried Flohr begann 1830 in Bern mit der Pianoproduktion. Unser hier abgebildeter Schmidt-Flohr Flügel Nr. 32058 wurde 1960 noch an der Fabrikstrasse gebaut. 15 Jahre später wurden die Tore in Bern geschlossen und die Firma nach St. Gallen verlegt, wo sie noch heute existiert.

Faszination "Cyanotypie"

Auch bekannt als „Eisenblaudruck“ oder „Blaudruck“ ist die Cyanotypie eines der ältesten fotografischen Edeldruckverfahren. Sie wurde 1842 vom englischen Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel entdeckt. Im Gegensatz zu den zuvor entdeckten Verfahren, der Daguerrotypie und der Talbotypie/Kalotypie, beruht die Cyanotypie nicht auf Silber sondern auf Eisen. Weite Verbreitung fand die Cyanotypie ab 1870 als Verfahren zur Vervielfältigung von Plänen. Die Cyanotypie ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Diazotypie, der so genannten „Blaupause“. Das Verfahren ist relativ einfach: Zwei chemische Substanzen werden vermischt und auf einen geeigneten Träger (z.B. Aquarellpapier) aufgetragen. Der künstlerischen Freiheit sind dabei kaum Grenzen gesetzt. So kann die Emulsion mittels Pinsel, Schwamm oder Rolle aufgetragen werden. Für die anschliessende Ausbelichtung der Negative kann jede UV-Lichtquelle verwendet werden. Von der Sonne bis zum Gesichtsbräuner.

schräg